| Theatermalerei
(Referenzen mit Bildfolgen des Entstehungsprozesses
finden Sie links)
Die Theatermalerei ist eine alte Kunst die
ihren Höhepunkt unter Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen
(1826 - 1914) fand. Für seine Inszenierungen malten die Gebrüder
Brückner zahlreiche wundervolle Bühnenhintergründe
(Prospekte). Der räumlich entfernte Betrachter baut sich aus
der nuancenreichen, fleckhaften Pinselschrift fasziniert sein Bild.
Ein indirekter Wegbereiter der Theatermalerei ist der spanische
Hofmaler Diego Velázquez (1599 - 1660). Sein Bewunderer Édouard
Manet nannte ihn ,Le peintre des peintres’ (Maler der Maler).
Velázquez malte besonders in seinem Spätwerk in einer
so leichten und fleckhaften Art, dass sein Lehrer Pacheco von den
„furchtbaren Flecken“ sprach.
Filmhintergründe, Fassadenmalerei, Messebaudekorationen, Ausstellungsgestaltungen,
Kneipenausstattungen oder Fotohintergründe entstehen heute
unter dem Begriff Theatermalerei. Die theatermalerischen Gesetzmäßigkeiten
der Farb- und Fernwirkung
gelten in leicht modifizierter Art und Weise in jedem Fall.
Die Grundlage für eine kraftvolle Bildsprache ist der mutige
aber maßvolle Einsatz von Kontrastwirkungen (kühl-warm,
rund-eckig, hell-dunkel, leuchtend-stumpf). In der Theatermalerei
ist besonders die Eingebundenheit in ein Gesamtprojekt zu beachten.
Denn ein zu hart gemalter Bühnenhintergrund, konkurriert zu
stark mit der davor stattfindenden Szene. Deshalb ist der Blick
auf das Ganze und ein sinnvolles Ausspielen der Kontrastmöglichkeiten
von großer Bedeutung.
(mit * gekennzeichnete Arbeiten sind Gemeinschaftsprojekte
mit >Theatermalerei Michael Lenz< Potsdam)
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